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Abbau von Agrarsubventionen: Nicht zu Lasten der Bergbauern

„Der Abbau von Agrarsubventionen darf nicht dazu führen, dass die Bergbauern in der Alpenregion ihren Existenzkampf verlieren. Die Berglandwirtschaft darf nicht gleich gesetzt werden mit der Flächenlandwirtschaft, Agrarsubventionen sind demnach nicht gleich Agrarsubventionen. Die Bergbauern dürfen nicht unter die brutalen Räder der Weltwirtschaft geraten.“ Diese Warnung äußert der Landtagsabgeordnete der UNION FÜR SÜDTIROL, Andreas Pöder, angesichts der Debatte um den Abbau von europäischen Agrarsubventionen. Die USA fordert einen internationalen Abbau von 60 Prozent der Agrarsubventionen. Auch der frühere EU-Landwirtschaftskommissar Franz Fischler hat sich dafür ausgesprochen, unter bestimmten Bedingungen die Subventionen in der Landwirtschaft drastisch zu kürzen.
Pöder glaubt, dass es in der Berglandwirtschaft im Alpenraum kaum Alternativen zu einer öffentlichen Unterstützung durch Beiträge und Subventionen gibt.
„Die Beiträge für Bergbauern sind ohnehin an strenge Bedingungen geknüpft und reichen häufig gerade dafür, dass die Bergbauern gerade noch ihre Existenzgrundlage sichern können. Fallen die bisherigen Förderungen in der Berglandwirtschaft weg oder wird auch nur ein Teil davon ersatzlos gestrichen, dann würde das für viele Bauern das Aus bedeuten.“

Der Abbau von Wirtschaftssubventionen, so auch in der Flächenlandwirtschaft sei sicherlich der richtige Ansatz, es gebe jedoch Bereiche wie die Berglandwirtschaft im Alpenraum, deren Überleben dann mehr als in Frage gestellt wäre.
„Man hat zwar in den vergangenen Jahren vermehrt versucht, den Bergbauern zusätzliche wirtschaftliche Standbeine zu ermöglichen, damit die Abhängigkeit von der Milchwirtschaft nicht mehr in der früher ausgeprägten Form gegeben ist. Der Bergbauer wird auch als Landschaftsheger und –pfleger gesehen, ohne Zusatzeinkommen und Nebenerwerb wäre das wirtschaftliche Überleben für viele Bergbauern nicht mehr gegeben.“

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