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Kraftwerke/Passer: Keine weiteren Kraftwerke

Der Burggräfler Landtagsabgeordnete der Union für Südtirol, Andreas Pöder, sowie der Sprecher der Ortsgruppe Passeier und Mooser Gemeinderat, Peter Prugger, stellen sich entschieden gegen die Errichtung weiterer Kraftwerke entlang der Passer. Die Ausbeutung der Bäche und Flüsse aus reiner Profitgier und um die grünen Zertifikate an Atomkraftwerke verkaufen zu können muss gestoppt werden. Durch weitere Kraftwerke würde die Passer ausgetrocknet, die übrig bleibende Restwassermenge reicht auf keinen Fall aus, um das ökologische Gleichgewicht zu erhalten.
Pöder: "In Südtirol werden zweieinhalb mal so viel Strom produziert, wie wir Südtiroler selbst brauchen. Die Passer soll nahezu ausgetrocknet werden. Der Fluss als Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren sowie als Lebensader in einem Tal muss erhalten bleiben."
Pöder kündigt an, im Landtag eine Anfrage zu stellen, um die offiziellen Zahlen zum Pegelstand der Passer zu hinterfragen.
"Offiziell gibt es offenbar in Moos in Passeier einen höheren Wasspegelstand als beispielsweise im rund 12 Kilometer talauswärts liegenden Saltaus, nach einer Reihe von Zuflüssen. Die Frage ist, ob hier etwa die Pegelstände zurecht-gemessen werden, um die zur Verfügung stehenden Restwassermengen nach oben zu korrigieren und somit die Kraftwerke zu ermöglichen und die Kritiker zu beruhigen."

Prugger, Pöder und der designierte Burggräfler Bezirksobmann der Union, Roland Stauder, haben kürzlich einen Lokalaugenschein entlang der Passer durchgeführt (siehe Fotos).

Die Unionsfunktionäre fordern die Landesregierung auf, endlich die eigenen Gesetze einzuhalten und einen Gewässernutzungsplan zu verabschieden sowie den Gewässerschutzplatz zu erlassen und einzuhalten.
 

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