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Misshandeltes Baby in Brixen: Präventivmaßnahmen verbessernRechtzeitiges Handeln der Institutionen, insbesondere der Sozialdienste und der Sicherheitsbehörden sowie Aufklärungs- und Präventivmaßnahmen fordert der Landtagsabgeordnete der Union für Südtirol, Andreas Pöder, angesichts des schweren Falles von Kindesmisshandlung in Brixen. Die Tatsache, dass mitten in unserer Gesellschaft ein zwei Monate altes Baby von einem Elternteil aufs übelste misshandelt und verletzt werden kann, ohne dass über Wochen hinweg jemand etwas davon bemerkt oder jemand sich um die Vorgänge kümmert wirft viele Fragen auf und mache betroffen, so Pöder.
Wenn das Baby - wie die Ärzte festgestellt haben - mehrere schlecht verheilte Knochenbrüche hatte, so muss es bereits in den ersten Lebenswochen misshandelt worden sein. Die Frage ist, ob die Situation möglicherweise von Sozialsprengeln oder Sozialdiensten hätte vorhergesehen werden können, ob die soziale oder psychische Situation der Eltern hätte aufmerksam machen müssen oder ob die vorgeschriebenen Untersuchungen von Neugeboren in den ersten Wochen nach der Geburt nicht durchgeführt bzw. dabei nichts Auffälliges festgestellt werden konnte.“
Nachdem auch das ältere, zweijährige Kind misshandelt wurde, ist noch drängender die Frage zu stellen, warum niemand etwas gemerkt hat oder ob hier einfach die Augen verschlossen wurden. Pöder hält auch die Klärung der Frage wichtig, ob im Umfeld der Eltern des Babys und des Kleinkindes niemand auf die schrecklichen Vorgänge innerhalb der Familie aufmerksam wurde oder ob zu viele die Augen verschlossen. „Es braucht zweifelsohne harte Strafen gegen jene, die Kinder derart misshandeln und verletzen. Aber noch wichtiger sind Präventionsmaßnahmen und ist auch die Aufklärung der Gesellschaft. Den Strafen greifen erst, wenn ein Kind schon Gewalt ausgesetzt war. Die Gesellschaft muss darin sensibilisiert werden, die Augen nicht zu verschließen, sondern auf Anzeichen für Kindesmisshandlungen und Gewalt in der Familie zu achten sowie bei den zuständigen Stellen ein Einschreiten einzufordern.“ In einer Landtagsanfrage an Soziallandesrat Richard Theiner will der Unions-Abgeordnete wissen, ob im Brixner Kindesmisshandlungsfall Behörden oder Institutionen hätten früher einschreiten können bzw. müssen und welche Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen generell in diesen Fällen in Südtirol getroffen werden oder getroffen werden müssten.
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Union für Südtirol
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