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Internet: Betrugs-Mails häufen sich – Behörden sollen dagegen vorgehenDie Zahl der Betrugs-Mails im Internet häufen sich. Die Behörden sind aufgefordert, verstärkt dagegen vorzugehen. Dies fordert der Landtagsabgeordnete der Union für Südtirol, Andreas Pöder, angesichts der sich häufenden Zahl von so genannten Phishing-Mails. Mit diesen Betrugsmails werden zum Beispiel Bankkunden oder Kunden von Kreditkarteninstituten mit echt aussehenden Mails auf gefälschte Webseiten gelockt und aufgefordert, dort Ihre Zugangsdaten einzugeben. Damit erhalten Internetbetrüger die Passwörter von Online-Bankkunden und verwenden dann die so ergaunerten Daten, um sich selbst Geld zu überweisen oder sonstige betrügerische Geschäfte durchzuführen.
(siehe unten Betrugs-Mails/Phishing-Mails, die vortäuschen, von der italienischen Postbank zu stammen, von dem Kreditkarteninstitut Cartasí oder von der Banca Intesa. Es zirkulieren auch Ebay-, Sparkassen- und eine Reihe anderer Phishingmails.)
In der Regel funktioniert das so: Es werden Zig-Tausende Mails z.B. mit der Absender-Mailadresse des Kreditkarteninstituts Cartasí oder der italienischen Postbank wahllos an Mailadressen verschickt. Die Mails sehen echt aus und sind in offiziellem Stil gehalten. Dem Mailempfänger, der möglicherweise Kunde der vermeintlichen Absenderbank oder des Kreditkarteninstituts wird erklärt, dass entweder sein Online-Zugang vorläufig gesperrt wurde oder er aus irgend einem anderen Grund die Webseite des Instituts anklicken sollte, um dort seine Zugangsdaten samt Passwort einzugeben. Durch einen echt aussehenden Link im Mail wird der ahnungslose Internetnutzer aber auf eine andere Web-Adresse umgeleitet, unter der eine gefälschte, täuschend echt aussehende Webseite des Bank- oder Kreditkarteninstituts erscheint. Gibt der Internetznutzer dann seine Daten ein, können die Betrüger damit ihren dunklen Geschäften nachgehen. Das Phänomen der Phishing-Mails ist seit längerem bekannt und wird immer gravierender. Betroffen sind nicht nur Bankkunden oder Kreditkarteninhaber sondern auch Mitglieder von Online-Auktionsdiensten. Über die Schadenssummen, die weltweit jährlich durch diese besonders perfide Internet-Betrugsmasche gibt es nur vorsichtige Schätzungen. Man geht von mehreren 100 Millionen oder mittlerweile sogar Milliarden Euro aus. Pöder: „Jeder kann sich durch aktuelle Sicherheits- und Schutzsoftware absichern, die ihn warnen, wenn er möglicherweise einem Betrugsversuch oder einem Phishing-Versuch ausgesetzt ist. Auch muss jedem Mailempfänger klar sein, dass seriöse Banken und Kreditkarteninstitute oder Organisationen niemals mittels Mail von ihren Kunden die Zugangsdaten einfordern oder sie auffordern, diese Zugangsdaten irgendwo einzugeben. Im Zweifel soll über die echte Mail-Adresse der Bank oder die echte Telefonnummer nachfragen, ob das Mail wirklich von dem Institut stammt.“ Allerdings müssen die Behörden wesentlich intensiver gegen diese Art des Betruges vorgehen und die Urheber verfolgen, so Pöder.
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Union für Südtirol
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