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Zivildiener mit Waffenschein: Pöder begrüßt Genehmigung des Gesetzes in Rom

Der Landtagsabgeordnete der UNION FÜR SÜDTIROL, Andreas Pöder, begrüßt die Genehmigung eines Gesetzes in der zuständigen Kommission des römischen Senates, um ehemaligen Zivildienern künftig das Tragen von Waffen zu Jagd- oder Berufszwecken zu ermöglichen. Der Südtiroler Landtag hatte im letzten Jahr einen Beschlussantrag und einen Begehrensgesetzentwurf Pöders genehmigt, mit dem das Parlament aufgefordert worden war, einen Vorstoß zu unternehmen.
Die Initiative Pöders zielte darauf ab, den Zivildienern das Tragen und das Benutzen von Waffen zu reinen Jagd- oder Sportzwecken zu ermöglichen.
„Nach der Aussetzung der Militärpflicht sollte auch dieses Verbot - zumindest zur Ausübung der Jagd und hinsichtlich der Zulassung zu Schießübungen für die Jägerprüfung - aufgehoben werden. Der Landtag hatte zwar keine direkte Zuständigkeit in dieser Frage, er sollte jedoch mittels Begehrensgesetzentwurf die Aufforderung an das römische Parlament richten, die entsprechende Gesetzesänderung zu beschließen. Die Jagd ist kulturell und als Tradition in der Bevölkerung verwurzelt. Als einerseits kulturelle und traditionelle Aktivität und andererseits als Hege und Kontrolle des Wildbestandes ist die Jagd gesetzlich genau geregelt – ja sogar vorgeschrieben. Weder der Schießsport noch die Jagd haben irgendetwas mit dem Gebrauch von Schusswaffen gegen Menschen zu tun. Auch die Berufsausübung z.B. bei Sicherheitsorganen muss ermöglicht werden.“

„Die Wehrdienstverweigerung aus Gewissensgründen erfolgte durch die Betroffenen unter anderem aufgrund der Weigerung, das Benutzen von gegen Menschen gerichteten Waffen zu erlernen bzw. selbst zu praktizieren.
Eine grundsätzliche Ablehnung des Schießsports und der Jagdtätigkeit war damit zu keiner Zeit beabsichtigt und verbunden.
Es gibt viele Fälle von ehemaligen Wehrdienstverweigerern, die sich in keinster Weise bewusst waren und die in keinster Weise beabsichtigten, durch ihre Wehrdienstverweigerung auch das Tragen und Benutzen von Waffen zu Sport bzw. Jagdzwecken abzulehnen und auszuschließen.“

Pöder hatte die Initiativen vor 2 Jahren in Absprache mit der damals eigens gegründeten Interessensgruppe „Jagdrecht für Zivildiener“ eingebracht, die im Jahr 2005 gegründet wurde und seitdem bei verschiedenen Stellen in Südtirol ihr Anliegen vorgebracht hatten.“
Dass das Parlament jetzt die entsprechenden abschließenden Weichen gestellt hat, wertet der Unions-Abgeordnete als Erfolg. Die Unterstützung durch die Südtiroler Parlamentarier sei äußerst hilfreich gewesen.


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