Toponomastik - Nein zu Durnwalder Entwurf
Nicht einverstanden mit der vom Landeshauptmann vorgeschlagenen Regelung, die von den jeweiligen Sprachgruppen meistgebrauchten Ortsnamen zu verankern, ist die Union für Südtirol. Die SVP beweist mit der Tolerierung von faschistischen Gedankengut und Missachtung historisch gewachsenem Tiroler Kulturgut nicht besser als Tolomei zu sein, so Harald Grünbacher Parteiobmannstellvertreter der Union für Südtirol in einer Aussendung.
Die Union spricht sich für die sofortige Lösung der Ortsnamenfrage im historischen Sinn aus.
Es können und dürfen die erfundenen und aufgezwungenen faschistischen Ortsnamen niemals toleriert und legitimiert werden, wie dies Landeshauptmann Durnwalder vorgeschlagen hat, so die Union.
Wird dieser Vorschlag nun von der SVP als Gesetzentwurf eingebracht und dem Landtag vorgelegt, macht sich die SVP mit ihrer Politik zum Handlanger Tolomeis. Dieser überzog als damaliger Senator das südliche Tirol zwischen Brenner und Salurn flächendeckend mit Italienisch klingenden Namen, um aller Welt glaubhaft zu machen, der südliche Teil Tirols sei immer schon mehrheitlich von Italienern besiedelt worden.
Bis heute haben nur die faschistischen, großteils erfundenen Falschnamen amtliche Gültigkeit. Die historischen Namen wurden bisher noch nie amtlich eingeführt und sind bislang nur geduldet.
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