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Tolomei in Antholz am Werk

Mit Unverständnis nimmt die Union für Südtirol Bezirk Pustertal die geplante
Benennung des neuen Biathlonzentrums zur Kenntnis. Durch mehrheitlichen
Beschluss der Gemeinde Rasen/Antholz soll das Zentrum die Benennung
„Südtirol Arena - Alto Adige“ erhalten.

In der Union für Südtirol stößt eine solche Benennung für das neue
Biathlonzentrum auf Kritik. Eine Landtagsanfrage wurde bereits eingebracht, erklärt Bezirksobmann Harald Grünbacher.
Als nicht akzeptabel wird dabei der durch den Faschismus geprägte Zusatz
„Alto Adige“ genannt.
Alto Adige ist nicht die italienische Übersetzung für
Südtirol, sondern ein faschistisches Relikt von Ettore Tolomei. Dieser
überzog als damaliger faschistischer Senator das südliche Tirol zwischen
Brenner und Salurn flächendeckend mit italienisch klingenden Namen, um aller
Welt glaubhaft zu machen, der südliche Teil Tirols sei immer schon
mehrheitlich von Italienern bewohnt worden.

So will die Union für Südtirol in einer Landtagsanfrage wissen, ob die
Landesregierung eine derartige Benennung für eine Sportstätte in einem Tal
ohne Hinweis auf das Tal selbst, ohne Hinweis auf die Sportart und mit dem
Zusatz Alto Adige für sinnvoll hält und ob
es den Tatsachen entspricht, dass die Landesverwaltung bzw. die Südtirol
Marketing Gesellschaft dem Biathlon Komitee einen finanziellen Beitrag
gewährt bzw. gewähren will, wenn der Gemeinderat die oben genannte
Bezeichnung für das Biathlon Zentrum wählt, so
Harald Grünbacher, Bezirksobmann der Union für Südtirol abschließend.




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