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Zweisprachigkeit: Parteileitung der Union wirft SVP Versagen vor

Die Parteileitung der Union für Südtirol wirft der SVP-Führung und Landeshauptmann Luis Durnwalder Versagen in der Frage der Umsetzung des Rechtes auf Gebrauch der deutschen Muttersprache vor. Wenn fast 20 Jahre nach Erlass des Zweisprachigkeitsdekretes (DEKRET DES PRÄSIDENTEN DER REPUBLIK Nr. 574 vom 15. 7. 1988) immer noch Monat für Monat Dutzende von Verletzungen der Zweisprachigkeitspflicht gemeldet werden und die Dunkelziffer wahrscheinlich noch um ein Vielfaches höher ist, dann bedeutet dies, dass die SVP und die Landesregierung auf ganzer Linie versagt haben. Offenbar waren der SVP und ihrem Landeshauptmann das Recht auf Gebrauch der Muttersprache nicht wichtig genug, um es voll und ganz durchzusetzen, so die Union.
Wöchentlich gehen bei der Union mehrere Meldungen über die Verletzung des Rechtes auf Gebrauch der Muttersprache ein. Häufig werden die zuständigen Stellen direkt angeschrieben – in vielen Fällen wird die Angelegenheit mittels Anfrage im Südtiroler Landtag vorgebracht.
Post, Eisenbahn, Sanitätsbetriebe Stadtgemeinde Bozen, einige staatliche Stellen, ACI, Einnahmeagenturen und Sicherheitsorgane zählen zu jenen Stellen, bei denen am häufigsten Verletzungen der Zweisprachigkeitsbestimmungen gemeldet werden.

Die Union hat mittels einer Aufklärungsaktion vor einigen Jahren und einer Aufklärungsbroschüre – dem gelben Kartl – wiederholt versucht, die Bürger in dieser schwierigen Fragen zu unterstützen.
Der Bereichssprecher für Sprache und Kultur, der frühere Rittner Gemeindesekretär Franz Gasser, wurde im Rahmen der gestrigen Parteileitungssitzung beauftragt, Zweisprachigkeitsverletzungen weiterhin zu sammeln und besondere Initiativen zu planen.

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