Den Unionssprecher stört vor allem, dass konventionierte Wohnungen nun als Arbeiterwohnungen besetzt werden können. "Praktisch können jetzt Baufirmen bisher unverkäufliche, konventionierte Wohnungen mit ausländischen Arbeitern besetzen. Hier wird das Konzept der konventionierten Wohnungen völlig absurd." so Brunner.
Georg Brunner kann auch der ewigen Konventionierung von Wohnungen wenig Positives abgewinnen. Laut Brunner ist die vielgepriesene ewige Konventionierung ein reines Luftschloss, ein Bluff, und dient nur dazu, die Bürger zu beruhigen. "Ich vermute, dass im fernen August 2027 erstmals Wohnungen nicht mehr von der 20-jahrigen Konventinierung befreit werden können. Also werden noch 20 Jahre lang die konventionierten Wohnungen nach Ablauf der Frist von der Konventionierung befreit und gelangen so auf den freien Markt." mutmaßt Brunner.
Die UNION will das System der konventionierten Wohnungen ersetzen. Einer der von der UNION eingebrachten Volksabstimmungsanträge ziehlt genau darauf ab. Unter anderem wird über einen Gesetzesentwurf abgestimmt, der die Nutzung von Freizeitwohnsitzen in Südtirol strikt regelt und deren Bau teilweise sogar verbieten soll.
"Das Südtiroler Volk wird die richtige Entscheidung treffen und den Ausverkauf der Heimat per Volksabstimmung stoppen! Der ganze Konventionierungsquatsch wird überflüssig. Wenn die Landesregierung versagt, muss eben das Volk einspringen und die Entscheidung treffen!"
Georg Brunner
Bereichssprecher für
Landschafts- und Heimatschutz
der UNION für Südtirol