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Zweisprachigkeit: Nicht der "Geohrfeigte" ist schuld

Als Verdrehung der Tatsachen bezeichnet der Parteiobmann der Union für Südtirol, Andreas Pöder, den Versuch, den Vorfall im Zuge einer Straßensperre in Vintl umzuinterpretieren und die von den Carabinieri angehaltenen Personen als Provokateure darzustellen. Die Inanspruchnahme eines Rechtes, zumal des Grundrechtes auf Gebrauch der Muttersprache, kann niemals als Provokation ausgelegt werden, so Pöder.
„Wenn jemand geohrfeigt wird, dann ist auch nicht plötzlich der Geohrfeigte der Schuldige, weil er sein Gesicht hingehalten und der Ohrfeige nicht rechtzeitig ausgewichen ist. Im vorliegenden Fall haben die Carabinieri verbal aggressiv reagiert.“ Auch die von der Union für Südtirol vor zwei Jahren herausgegebene und seitdem von Unions-Funktionären verteilte Informationsbroschüre (Gelbes Kartl) zum Sprachendekret kann nicht als Provokation bezeichnet werden. „Wir informieren die Bürger über Ihr recht, objektiv und emotionslos, in der Broschüre sind Fakten wiedergeben und auch die entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen. Wenn sich Carabinieri sowie italienische Politiker und Medien auf die Füße getreten fühlen, weil wir als Union die Südtiroler über ihre Rechte aufklären und weil die Menschen über ihre Rechte Bescheid wissen und sie in Anspruch nehmen, dann spricht diese Haltung für sich.“ Pöder unterstreicht, dass sich die Carabinieri in Vintl falsch verhalten haben, sie müssen zur Rechenschaft gezogen werden.
„Die Behörden haben in jedem Fall die Zweisprachigkeitsbestimmungen einzuhalten, das Recht auf Gebrauch der Muttersprache ist umzusetzen. Ein Carabinieri, der sich provoziert fühlt, weil ein Bürger auf sein Recht auf Gebrauch der Muttersprache pocht, hat in Südtirol nichts zu suchen.“

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