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Wirtschaftsgruppe Union: Wirtschaftsstandort Südtirol ist in Gefahr

Die Union für Südtirol hat heute dringende Maßnahmen zur Entlastung der Südtiroler Unternehmen gefordert und eine Reihe von Maßnahmen angekündigt.
Parteiobmann Andreas Pöder stellte im Rahmen einer Pressekonferenz den vor einigen Wochen vom Vorstand ernannten Wirtschaftssprecher der Union für Südtirol, Manfred Niederl, vor. Niederl ist selbst Unternehmer, Unternehmensberater und Betriebswirtschaftler und an mehreren Südtiroler Klein- und Mittelbetrieben beteiligt. Er kennt die Situation der heimischen Unternehmen und die Lage im Wirtschaftsstandort Südtirol genau.
An der Pressekonferenz nahmen teil: Parteiobmann L.Abg. Andreas Pöder, Wirtschaftssprecher der Union: Manfred Niederl, Landesgeschäftsführerin Annelies Taber, Pressesprecher sowie Mitglied der Wirtschaftsgruppe Holger Gunsch und Vorstandsmitglied Georg Brunner


Der Wirtschaftsgruppe der Union gehören derzeit neben Manfred Niederl auch der Wirtschaftsfachmann Dr. Roland Stauder, sowie die Unternehmer und Freiberufler Johann Kuntner (Handwerk), Holger Gunsch (Tourismus-Gastgewerbe), Arch. Dr. Karl Augsten (Freiberufler), Peter Prugger (Dienstleistungssektor und Handel) Franz Gritsch und Georg Brunner (Landwirtschaft) an – zusätzliche Mitarbeiter sollen in die Wirtschaftsgruppe integriert werden.

Parteiobmann Andreas Pöder erklärte, dass die Union eine Reihe von Maßnahmen im Zusammenhang mit der heimischen Wirtschaft geplant habe und diese jetzt zur Umsetzung bringt.
So wird am morgigen Freitag n der Haushalts- und Wirtschaftskommission des Südtiroler Landtages erstmals das von der Union eingebrachte Volksbegehren behandelt, welches unter anderem die Senkung der Wertschöpfungssteuer Irap um einen Prozentpunkt vorsieht.

Wirtschaftssprecher Manfred Niederl erläutert eine Blitzumfrage unter Unternehmern zur Wirtschaftssituation und betont, dass man diese Umfrage auf tausende Betriebe ausdehnen werde.
Weiters erläutert Niederl anhand der beiliegenden Präsentationsübersicht die bürokratischen und steuerlichen Problematiken der Unternehmen in Südtirol und die Forderungen der Union.

Niederl sieht den Wirtschaftsstandort Südtirol zunehmend in Gefahr und wirft der SVP vor, die Unternehmer im Stich zu lassen.
Im heurigen Jahr sind 20 Prozent mehr Konkurse zu erwarten, aufgrund einer zeitverzögerten Wirkung einer Reihe von Regierungsmaßnahmen könnte sich die Zahl der Konkurse im kommenden Jahr gar verdoppeln. Die Abwanderung von Unternehmen aus Südtirol wird nicht nachlassen sondern eher ansteigen.
Niederl unterstreicht, dass Entlastungsmaßnahmen für Unternehmen dringend notwendig sind, auch um die Arbeitsplätze zu sichern und den Arbeitnehmern eine verbesserte Lohnsituation zu ermöglichen.

Einige Vorschläge die der Wirtschaftssprecher der Union heute präsentiert hat:
ABBAU VON BÜROKRATIE
- Abschaffung der Privacy-Bestimmungen für nicht sensible Bereiche
- Abschaffung der Kunden-Lieferantenlisten-
- Abschaffung der Sektorenstudien
- Abschaffung der Steuereinbehalte bei Freiberuflern und Kondominien (ist im
Prinzip nur Bevorschussung des Fiskus auf Kosten von hoher Bürokratie für
den Unternehmer)
- Abschaffung von Registrierungen und Vidimierungen.

ANREIZE UND MOTIVATION ZUR STEUEREHRLICHKEIT.
- Überstunden sollten getrennt und begünstigt besteuert werden (25% inkl. Sozialabgaben)
- Möglichkeit dem Mitarbeiter steuerlich begünstigte Prämien zu geben.
- Möglichkeit dem Mitarbeiter steuerlich begünstigte Gewinnbeteiligung zu geben.
- Einführung von Betriebsprüfungen nach österr. und deutschem Vorbild.

SENKUNG DER STEUERN UND STEUERGERECHTIGKEIT
- Volle Abzugsfähigkeit aller Betriebsausgaben (Auto, Telefon, Repräsentation) private Nutzung korrigieren.
- „Steuerrückstellungen“ durch Vortragsmöglichkeit von Gewinnen. Dadurch Glättung von Spitzenjahren.
- Charta der Steuerzahler


Pöder und Niederl kündigten auch ein Bürgerbegehren zur Wirtschafts-, Steuer- und Bürokratiesituation an, mit welchem Maßnahmen sowohl auf Landes- als auch auf Staatsebene angesprochen werden (Erläuterung anhand der beiliegenden Präsentation).

Pöder forderte auch die Zusammenlegung aller Wirtschaftsbereiche (mit Ausnahme der Landwirtschaft) in ein einziges Ressort der Landesregierung. Derzeit sind die Bereiche Tourismus, Industrie, Handwerk, Handel, Dienstleistungen, Innovation – Forschung, Kommunikation auf 4 Landesräte aufgeteilt. Künftig sollte nur mehr ein einziger Wirtschaftslandesrat zuständig sein.


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