Man verweißt, dass der Südtiroler Landtag am 06. 06. 2000 einstimmig einen Beschlussantrag der Union für Südtirol genehmigte, in welchem die Errichtung einer dritten Autobahnspur entschieden abgelehnt und die Landesregierung beauftragt wurde, sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln der Errichtung von zusätzlichen Fahrspuren, in welcher Form auch immer, auf der Brennerautobahn entgegenzuwirken und keinerlei Initiativen für zusätzliche Fahrspuren zu unterstützen.
Am 1.02.2005 hat der Südtiroler Landtag diesen Beschluss einstimmig mit fast gleichlautendem Text bekräftigt und den Landeshauptmann ausdrücklich mit der Umsetzung betraut. Der Regionalrat Trentino-Südtirol hat einen fast gleichlautenden Beschluss am 15.03.2005 genehmigt.
Durch diese Beschlüsse habe man klare Vorgaben an die entsandten Verwaltungsräte gemacht und erwarte sich nun deren Einhaltung, so Parteiobmannstellvertreter der Union für Südtirol Harald Grünbacher.
Auch Benedikt Gramm war von der Landesregierung als Vize-Präsident in den Verwaltungsrat bestellt worden.
Die Union verweist, dass der Neubau von Straßen bzw. Transitstrecken und die Erweiterung von bestehenden Transitstrecken neuen Verkehr anziehen und der Verlagerung eines Teiles des Verkehrs von der Straße auf die Schiene entgegenwirken würde.
Auch die Errichtung einer sogenannten dynamischen dritten Autobahnspur würde zu einer de-facto-Erweiterung der Autobahn und zu höherem Verkehrsaufkommen führen.
Daher fordert man wiederholt die Umsetzung von Sofortmaßnahmen zur Verringerung bzw. Umschichtung des Schwerverkehrs auf die Schiene und eine langfristig, gesundheitsverträgliche Verkehrspolitik auf der Brennerautobahn, erklärt Harald Grünbacher.