Stauder erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass bereits die Einführung der Verwaltungsrichtung in den Berufsschulen zu einem Konkurrenzkampf zwischen Berufsschulen und Wirtschaftsoberschulen (Handelsoberschulen und Lehranstalten für Wirtschaft und Tourismus) geführt hat, der außer einer höheren Belastung des Landeshaushaltes nichts gebracht hat.
Die Einführung der Berufsmatura soll laut Gesetzesvorschlag von einem vierten bzw. fünften Berufsschuljahr begleitet werden um die Lernrückständer der Schüler vor allem in den Sprachenfächern und in Mathematik auszugleichen.
Diese zusätzlichen Schuljahre könnten laut Stauder von der Union auch ohne weiters durch eine höhere Durchlässigkeit von Berufschule zu staatlichen Oberschulen hin erreicht werden. Ein Berufsschüler der nach drei bzw. vier Berufsschuljahren sich entschließt die Matura zu machen, sollte mit einer gezielten Vorbereitung in eine entsprechende staatliche Oberschule einsteigen können um dort seinen Abschluss zu erlangen.
Enorme Ausgaben für zusätzliche Klassenräume und zusätzliches Lehrpersonal könnten mit einer derartigen Durchlässigkeit eingespart werden.
„Die höhere Durchlässigkeit zwischen Berufs- und Oberschulen würde keine zusätzlichen Ausgaben im Hinblick auf die Infrastrukturen mit sich bringen, im Gegensatz dazu müssten für weiterführende Berufsschulklassen erst Räume gebaut werden. Darüber hinaus stehen auch die Lehrkräfte in den Oberschulen mit entsprechender Ausbildung bereit und müssten in den Berufsschulen nicht erst neu eingestellt werden.“ Dr. Roland Stauder Generalsekretär der Union für Südtirol roland.stauder@unionfs.com (Oberschullehrer in Meran)