Ein Vergleich mit der Gemeinde Lamon oder anderen Gemeinden mit regionalen Wechselwünschen könne nicht gezogen werden, so der Unions-Obmann.
Als heuchlerisch bezeichnet Pöder die Haltung der Gegner des Übertritts der drei Gemeinden: „Wenn es in der italienischen Verfassung und Gesetzgebung eine derartige Möglichkeit zum Gebietswechsel gibt, dann muss Rom auch zu den eigenen Gesetzen stehen. Wenn die Gemeinden und die betroffene Provinz bzw. Region, an welche sie angegliedert werden wollen, für den Gebietswechsel sind, dann sollten sich Regierung und Parlament nicht dagegenstellen. Wenn allerdings - wie im Falle Lamon und anderer Gemeinden – die Wunsch-Region oder –Provinz gegen die Angliederung ist, dann muss dies ebenfalls vom Parlament und von der Regierung respektiert werden.
Korrekt sei die Einschätzung von Landeshauptmann Luis Durnwalder, dass man auch Österreich im Rahmen seiner Schutzmachtfunktion in die Debatte um die Frage der Gebietserweiterung Südtirols mit einbinden müsse.
„Wenn wir schon immer die Rolle Österreichs hinsichtlich der internationalen Bedeutung des Südtirol-Paketes und des Autonomiestatuts hervorheben, dann müssen wir Wien auch bei einer solchen Entscheidung zumindest mit einbinden. Andernfalls würden wir selbst den Präzedenzfall schaffen, und die Südtirol-Autonomie zu einer rein inneritalienischen Angelegenheit machen.“