Josef Rampold: Ein Tiroler mit Rückgrat und unerschütterlicher Liebe zur Heimat
Als Tiroler mit Rückgrat und unerschütterlicher Liebe zur Heimat würdigt der Parteiobmann der Union für Südtirol, Andreas Pöder, den verstorbenen Heimatkundler und früheren Schriftleiter der Tageszeitung Dolomiten, Josef Rampold. „Südtiroler verliert einen Unbeugsamen, der mehreren Generationen vieles zu sagen hatte. Rampold hat seine Meinung stets mit Nachdruck geäußert und vertreten, wurde dafür oft angefeindet, kritisiert aber dennoch viel mehr respektiert. Die Heimat, der Erhalt der Kulturlandschaft, des Kulturerbes und der Pflege der Sprache sowie das Festhalten an bodenständigen Werten war ihm stets die wichtigsten Anliegen“, unterstreicht Pöder.
„In den letzten Jahren hat Rampold auch die wichtige Rolle der deutschen Opposition in Südtirol anerkannt, was er mir beim einen oder anderen Aufeinandertreffen vermittelt hat. Früher als Schriftleiter war er ein scharfer und gefürchteter Kritiker der Opposition, insbesondere auch der deutschen Südtiroler Opposition. Wer gegen den damaligen Strom geschwommen ist, bekam die spitze Feder Rampolds oft schmerzhaft zu spüren. Zuletzt hat er sich jedoch auch mit der Rolle der Opposition und so mancher ihrer Positionen versöhnt. Rampold wurde selbst zu jemandem, der gegen den Strom der Zeit anschwamm. Der Wertezerfall, das sinkende Heimatbewusstsein, der Ausverkauf der Heimat bereiteten Rampold große Sorgen. Vieles von dem, was er über die vielen Jahre seines Wirkens gesagt und geschrieben hat, hat heute mehr Gültigkeit denn je.“
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