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Polemik um ICI Befreiung darf nicht zu Hetzjagd gegen die Bauern ausarten

Mit Verwunderung nimmt das Vorstandsmitglied Union für Südtirol, Peter Prugger, die Hetzkampagnen der SVP-„Arbeitnehmer“ zur Kenntnis, die ohne Unterschiede zu beachten alle Bauern in den selben Topf werfen. Laut Prugger beachtet leider niemand den Unterschied, den es zwischen Tal- und Bergbauern gibt. Vielmehr sollten sich die SVP-Vertreter, ähnlich wie es die Union für Südtirol tut, für die Befreiung aller Erstwohnungen von der Gemeindeimmobiliensteuer ICI einsetzen, so Prugger.
Die Polemik, die jetzt wegen des italienischen Haushaltsgesetzes entstanden ist, ist nicht das Ergebnis der Bauernvertreter Südtirols, sondern das Ergebnis der linken Regierung. Das jetzt genau der linke Flügel der SVP dieses Ergebnis mit populistischsten Methoden bekämpft ist laut Prugger abartig und nicht gerechtfertigt, da dieser Punkt genau von den Linken selbst eingeführt wurde.
Laut Prugger wäre es gerechtfertigt, wenn Landbauern, die jedes Jahr mit dem Ertrag ihres Hofes gut verdienen, ICI zahlen müssten, jedoch würde dies für die Bergbauern den Ruin bedeuten.
„Ich selbst werde Bergbauer, muss jetzt schon einer beruflichen Haupttätigkeit nachgehen um leben zu können. Dazu kommt noch die Arbeit auf dem elterlichen Hof. Wenn wir zu Hause für alle Gebäude die wir zur Arbeit benötigen auch noch ICI zahlen müssten wäre es besser alles liegen und stehen zu lassen“, so Prugger.
Um die Situation in den von Berglandwirtschaft geprägten Gebieten, wie es z.B. die Gemeinde Moos in Passeier ist, zu entschärfen schlägt Prugger deren ICI-Regelung vor. Die Freibeträge sind in der Gemeinde Moos derart hoch, dass jede „normale“ Familie keine ICI zahlen muss. Jedoch ist der Satz für die Zweitwohnungen um ein vielfaches höher als in anderen Gemeinden. Dies wäre laut Prugger die richtige ICI-Regelung, da damit der Neid, bzw. der Streit um die ICI-Befreiung sich von selbst lösen würde.

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