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Gemeinde Pfitsch: Bürgermeister denunziert Gemeinderat bei Bahnverwaltung – anstatt ihm zu danken

Der Bürgermeister der Gemeinde Pfitsch hat mit einem jetzt bekannt gewordenen Schreiben an die Eisenbahnverwaltung in Bozen den Unions-Gemeinderat Ernst Delueg, der gleichzeitig auch beruflich mit der Eisenbahn zu tun hat, denunziert, weil Delueg als Gemeinderat von der Gemeinde verlangt hatte, auch von der Eisenbahn die Wassergebühren zu kassieren. Der Unions-Gemeinderat hatte darauf hingewiesen, dass die Gemeinde von der Eisenbahn in einem entsprechenden Gebäude keine Wassergebühren berechne, obwohl dort relativ viel Wasser verbraucht würde. Die Bürger der Gemeinde Pfitsch müssten deshalb für die Eisenbahn und die Nachlässigkeit der Gemeinde mitzahlen.
In einem auf Gemeindebriefpapier abgefassten Schreiben hat nun Bürgermeister Dr.Johann Frei der Eisenbahnverwaltung mitgeteilt, dass Ernst Delueg verlangt hatte, die Wassergebühren einzuheben.
Offenbar hatte der Bürgermeister gehofft, dass die Eisenbahnverwaltung nun gegen Delueg vorgehen würde.
Die Union für Südtirol Bezirk Wipptal und der Parteiobmann und Landtagsabgeordnete der Union, Andreas Pöder, werfen dem Bürgermeister vor, damit einem oppositionellen Gemeinderat privat schaden zu wollen, anstatt ihm für seine Bemühungen zum Wohle der Gemeinde zu danken.
Kurt Seidner, Bezirksobmann der Union Wipptal: „Ernst Delueg tut als Gemeinderat seine Pflicht, jene Pflicht, die eigentlich Aufgabe des Bürgermeisters gewesen wäre – nämlich dafür zu sorgen, dass alle Gebühren und Abgaben zahlen müssen und nicht nur die normalen Bürger. Delueg hat keine Angst vor Konsequenzen, weil seine Arbeit als Gemeinderat auch in diesem Fall nichts mit seiner beruflichen Tätigkeit für die Eisenbahn zu tun hat. Ein Bürgermeister, der eine solche Vorgangsweise an den Tag legt, sollte sich schleunigst für diese Niederträchtigkeit entschuldigen oder zurücktreten.“
Landtagsabgeordneter Andreas Pöder fordert die SVP in Pfitsch und im Wipptal sowie auf Landesebene auf, ihren Bürgermeister in Pfitsch zur Ordnung zu rufen: „Man wird sehen, ob die SVP diese Form von Denunziantentum und politische Steinzeitmethoden unterstützt oder ob sie imstande ist, ein solches Fehlverhalten zu verurteilen.“

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