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Konservatorium „Claudio Monteverdi“ BozenDie Junge Union kritisiert die erheblichen Organisationprobleme am Bozner Konservatorium „Claudio Monteverdi“ in Bozen.Die Union für Südtirol hat in der letzten Zeit mehrere Beschwerden von Studenten des Bozner Konservatoriums „Claudio Monteverdi“ in Bezug auf die Organisation des Konservatoriums erhalten. Trotz mittlerweile vollzogenen Übergangs des Konservatoriums vom Staat an das Land, herrscht teilweise ein Organisationschaos. Dabei wurde betont, dass beispielsweise der Trompeten- und Posaunenunterricht im November noch nicht stattgefunden hat, obwohl das Semester schon einige Monate andauert. Dass der Grund dafür im Professorenwechsel liegt, welcher heuer vollzogen wurde und auch Rekurse mit sich gebracht hat, darf nicht als Entschuldigung hergenommen werden, schließlich werden die Studiengebühren der Studierenden in der Höhe von 400 Euro auch für das ganze Semester eingehoben und nicht nur für einen Teil davon.
Nebenbei finden die Aufnahmeprüfungen für gewisse didaktische Fächer, welche bereits im September stattfinden hätten sollen, erst im Dezember statt
Des Weiteren liegen Informationen vor, dass Lehrveranstaltung in einem Unterrichtsfach ohne vorherige Ankündigungen nicht stattfinden. Man stelle sich nun vor, ein Schüler aus dem Pustertal nimmt die Reise nach Bozen auf sich, um am Unterricht teilzunehmen. Laut Union sind solche Zustände nicht tragbar und den Schülern bzw. Studenten nicht zuzumuten. Der Union ist ebenfalls bekannt, dass kurzfristig Termine für die Orchesterproben umgestellt wurden und die Teilnehmer somit andere (musikalische) Verpflichtungen, welche sie außerhalb des Konservatoriums haben und welche sie auch zur finanziellen Unterstützung des Studiums hernehmen, absagen mussten. Auch haben Studenten des Bozner Konservatoriums die Feststellung machen müssen, dass es kaum Informationen über die oben berichteten Misstände gibt und Fragen teilweise weder vom Sekretariat, noch von anderem Personal beantwortet werden können. Die Union stellt auch fest, dass bei der Anstellung von Professoren die pädagogische Erfahrung und Fähigkeit eines Wettbewerbsteilnehmers nicht überprüft bzw. berücksichtigt wird. So sind uns zahlreiche Fälle von ehemaligen Absolventen bekannt, welche neben dem Besuch des Konservatoriums auch noch privaten Musikunterricht besuchen mussten, um eine Leistungssteigerung zu erziele, da die pädagogische Fähigkeit der Professoren zu wünschen übrig lässt. Da das Konservatorium schon vor geraumer Zeit an das Land übergegangen ist, fordert die Union für Südtirol die Landesregierung auf, oben genannte Missstände zu überprüfen und zu beheben. Auch hat man schon eine Landtagsanfrage dazu vorbereitet, um die finanzielle Leistung des Landes im Zusammenhang mit dem Konservatorium zu erfahren: Musikschulen: Weiters kritisiert die Union die Praxis der Vortests an den Musikschulen. Kinder müssen in den Musikschulen so genannten Vortests absolvieren, bei welchen entschieden wird, wer in die Musikschule aufgenommen wird und wer nicht. Laut Union für Südtirol ist diese Maßnahme irreführend und darf nicht weiter praktiziert werden, weil man bei 8- 9jährigen nicht nach einem kurzen Test sagen kann, ob sie musikalisch sind oder nicht. Auch können Kinder gerade in diesem Alter durch Ablehnung auf Grund eines „Versagens“ beim Vortest eine bleibende Enttäuschung erleben, die sie davon abhalten, später selbst zu musizieren. Um solche Szenarien zu verhindern, wird die Landesregierung aufgefordert, die Stundenanzahl in den Musikschulen aufzustocken und nötigenfalls den Lehrkörper auszubauen. „Lieber sparen wir bei den Großprojekten wie Flugplatz Bozen, Frizzi Au oder Brennerbasistunnel, geben unseren Kindern dafür aber eine gute (musikalische) Ausbildungsmöglichkeit!“
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Union für Südtirol
Garibaldistraße 6 39100 - BOZEN
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