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Sektorales Fahrverbot auch für Südtirol

Südtirol soll sich dem sektoralen Fahrverbot Nordtirols anschließen und
gemeinsam Druck auf die EU ausüben. Diese Forderung erhebt die Union für
Südtirol anlässlich der beschlossenen Einführung des sektoralen Fahrverbotes in
Nordtirol. Das sektorale Lkw-Fahrverbot soll auf der Tiroler Inntalautobahn
(A12) ab dem 2. Mai 2008 in Kraft treten und ganzjährig zwischen Kufstein und
Zirl für Lkw und Sattelkraftfahrzeuge über 7,5 Tonnen gelten. Betroffen sind
Transporte bestimmter Güter wie Abfall, Getreide, Baustoffe, Holz, Kork,
Eisenerze, Steine, Erde, Aushub, Autos oder Kraftfahrzeuge. Diese Maßnahme zur
Eindämmung des Schwerverkehrs, wird derzeit von der EU-Kommission geprüft.
Für das kommende Jahr fordert die Union endlich eine Wende in der
Verkehrspolitik. Weg vom Lobby-und Profitdenken, hin zu einer modernen, umweltverträglichen und gesundheitsorientierten Verkehrspolitik.
Auch in Südtirol soll man deshalb das sektorale Fahrverbot einführen und
gemeinsam mit Nordtirol an einem Strick ziehen, um den Transport von Waren und Güter bestimmter Sektoren von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Lokale Transportunternehmen entlang der angrenzenden Gemeinden könnten aber durchaus von diesem Verbot ausgenommen bleiben, so Parteiobmannstellvertreter Harald Grünbacher.
Das sektorale Fahrverbot ist eine Maßnahme zur Verringerung bzw. Umschichtung
des Schwerverkehrs und muss sich in ein Gesamtpaket einfügen können. Die
Umsetzung des Brennermemorandums, die Ausdehnung des Lkw-Nachtfahrverbotes, sowie
die Anpassung der Lkw/km-Tarife auf bayerischer, Südtiroler und Welschtiroler/
Trentiner Seite auf das Niveau von Nordtirol bzw. der Schweiz im Rahmen der
geltenden EU-Wegekostenrichtlinie sind weitere notwendige Maßnahmen eines
solchen Konzeptes, schreibt Harald Grünbacher.

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