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2 Mio. LKW´s über den Brenner – der BBT kommt nach dem VerkehrsinfarktAls neuerlichen Zahlenbeweis für eine verfehlte Verkehrspolitik sowohl aufeuropäischer als auch auf lokaler Ebene und als zusätzliches Argument für die Ablehnung der dritten Autobahnspur auf der Brennerautobahn bezeichnen der Parteiobmann der Union für Südtirol, Andreas Pöder, sowie Verkehrssprecher Harald Grünbacher, die neuesten Verkehrszahlen über den Brenner, die heute von der österreichischen Straßenverwaltung ASFINAG präsentiert wurden. Laut ASFINAG ist der Transit-LKW-Verkehr über den Brenner im Jahr 2007 um 5,36 Prozent auf 2 Millionen LKWs angestiegen.
Pöder kritisiert das blinde Festhalten der SVP am Brennerbasistunnel: „Der
Brennerbasistunnel wird nach dem Verkehrsinfarkt kommen, die Horrorzahlen, die jährlich von den Statistikern geliefert werden, belegen, dass der Transit noch rasanter anwächst, als befürchtet.“ Die Union verweist, dass der Neubau von Straßen bzw. Transitstrecken und die Erweiterung von bestehenden Transitstrecken neuen Verkehr anziehen und der Verlagerung eines Teiles des Verkehrs von der Straße auf die Schiene entgegenwirken würden. Auch die Errichtung einer sogenannten dynamischen dritten Autobahnspur würde zu einer de-facto-Erweiterung der Autobahn und zu höherem Verkehrsaufkommen führen. Daher fordert man wiederholt die Umsetzung von Sofortmaßnahmen zur Verringerung bzw. Umschichtung des Schwerverkehrs auf die Schiene und eine langfristig, gesundheitsverträgliche Verkehrspolitik auf der Brennerautobahn. Zudem fordert der Unions-Verkehrssprecher Harald Grünbacher zum wiederholten Male die Umsetzung der Maßnahmen, wie sie im Brennermemorandum aus dem Jahr 2006 enthalten sind. - Ausdehnung des Lkw-Nachtfahrverbotes auf die Strecke Rosenheim – Verona zum Schutz der Bevölkerung und Wirtschaft vor unzulässigen Schadstoff- und Lärmbelastungen sowie zum Schutz der international tätigen Berufskraftfahrer. - Anpassung der Lkw/km-Tarife auf bayerischer, Südtiroler und Welschtiroler/ Trentiner Seite auf das Niveau von Nordtirol bzw. der Schweiz im Rahmen der geltenden EU-Wegekostenrichtlinie. Die Erlöse sollen in die Verbesserung der Lebens- und Wirtschaftsqualität investiert werden (bspw. in Lärmschutz an Autobahnen, Schnellstraßen und Eisenbahn oder in die „Umrüstung von in der regionalen Versorgung tätigen Lkws, die nicht wie Transit-Lkw alle 2,5 bis 3 Jahre ausgetauscht werden etc.). Lkw/km: Rosenheim-Kufstein: 12,5 Cent; Kufstein-Brenner: 65 Cent; Brenner-Verona: 13,5 Cent. Schnitt Rosenheim-Verona (D/A/I): 28 Cent Basel-Chiasso (CH): 66 Cent Lyon-Santhia (F): 63 Cent Die int. Transitlawine sucht sich die “billigste Straße”, tankt im „billigen Inntal“ und missbraucht den Brenner als Trampelpfad – solange wir uns nicht wehren! - Sektorales Lkw-Fahrverbot auch in Südtirol Transport verschiedener Güter wie bspw. Müll, Abfälle, Schrott, Fahrzeuge, Steine etc. nicht nur auf Nordtiroler, sondern auch auf bayerischer, Südtiroler und Welschtiroler/Trentiner Seite. Dazu verweisen wir auf das Urteil des EuGH vom 15.11.2005 ebenso wie auf das Rechtsgutachten von Univ.-Prof. DDR. Heinz Mayer, Institut für Staats- und Verwaltungsrecht an der Universität Wien, und zitieren daraus wie folgt: „Der Eingriff in die Transportfreiheit kann umso intensiver sein, als Alternativen für den Lkw-Transit vorhanden sind“. Int. Güterbeförderern stehen eine ganze Reihe von Alternativen schon heute offen: Nach dem „Prinzip des kürzesten Weges“ bspw. die Schweizer Straßen- oder Eisenbahnnetze, die Nutzung der von den Steuerzahlern geschaffenen Kapazitäten im konventionellen, begleitenden und unbegleitenden Eisenbahngüterverkehr über Brenner, Tauern etc.. Mit den alpinen Vereinen für die Umsetzung der Durchführungsprotokolle der Alpenkonvention. Bild: tfA/Zimmermann, 26.05.06, Brennerpass. - Ein intensives Kontrollprogramm des Lkw-Gütertransitverkehrs im Hinblick auf die rigorose Einhaltung geltender Tonnagelimits, Arbeits-, Lenk- und Ruhezeitenregelungen, des technischen Zustandes der Lastkraftwagen etc. entlang der Gesamtstrecke. Ebenso sind bisherige Verwaltungsdelikte in Strafdelikte umzuwandeln, um schwerwiegende Verfehlungen entsprechend sanktionieren zu können. Diese strafrechtlichen Sanktionen sind insbesondere auf die versteckten „Auftraggeber“ (Disponenten, Transporteure) anzuwenden, die ihre Fahrer sehr oft durch nicht erfüllbare Aufträge zum Missachten gesetzlicher Regelungen nötigen. Grünbacher fordert auch den Ausbau des derzeitigen Schienennetzes samt Lärmschutzmaßnahmen, ein Überdenken des Brennerbasistunnelprojektes und eine ernsthafte Überprüfung des Alternativprojektes „Brennerscheiteltunnel“. Innsbruck (APA) - Ein neuer Rekord an Lkw-Fahrten durch Tirol und über den Brenner wurde im Jahr 2007 verzeichnet. "Mit fast zwei Millionen KAT 4 Überland-Lkw, die durch Tirol gelenkt wurden, hat der Transit einen neuen Höhepunkt erreicht. Noch nie sind so viele über den Brenner gefahren", erklärte ein Sprecher der Asfinag am Freitag der APA. Insgesamt zählte die Mautstelle Schönberg bei Innsbruck 11,7 Millionen Fahrzeuge. Generell habe der Verkehr von Pkw, zwei-, drei,- und vierachsigen Fahrzeugen im Jahr 2007 um 3,68 Prozent zugenommen. "Das ist im Vergleich zu den Steigerungen in den letzten Jahren in der Norm", versicherte der Sprecher. Die Fahrten der KAT 4, der Überland-Lkw, haben sich um 5,36 Prozent gegenüber dem Jahr 2006 gesteigert. Nur bei den KAT 2, den Kleintransportern für nahe gewerbliche Betriebe, gab es ein Minus von 0,98 Prozent. Das heiße, dass der Warenaustausch zwischen Europa funktioniere und sei ein Zeichen für die gute Wirtschaftslage. "Mit allen positiven und negativen Aspekten für die Bevölkerung", hieß es vonseiten der Asfinag.
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