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Jahresbericht der Union für Südtirol in Bruneck

Zahlreiche Themen waren in letzter Zeit in Bruneck heiß umstritten.
Renovierung Hallenbad: Aus einem anfänglichen vom Gemeinderat genehmigten
Kostenvoranschlag von € 8.000.000 sind dann schließlich Kosten in der Höhe von € 12.667.761 und weitere Zinsbelastungen entstanden. Über die sich abzeichnenden Mehrkosten wurde der Gemeinderat weder vom Präsidenten der Reipertinger Sportanlagen GmbH, Dr. Knollseisen, noch vom Bürgermeister informiert. Zur Sanierung des entstandenen Finanzloches musste die Gemeinde das Ex-Realgymnasium („Neustifter Haus“) in der Brunecker Stadtgasse um € 4.152.000 an das Land verkaufen. € 1.500.000 Kapitalerhöhung zeichnen die Stadtwerke.
Schloss Bruneck: Das Schloss Bruneck wurde für 30 Jahre von der Stiftung
Sparkasse der Gemeinde Bruneck überlassen. Vor einer neuen Nutzung muss das
Schloss saniert werden. Die Union für Südtirol hat mehrmals einen breiten
Ideenwettbewerb gefordert. Dies wurde nicht umgesetzt. Man setzte hingegen
sofort auf ein Angebot von Reinhold Messner, in diesem Schloss ein Museum der
Bergvölker einzurichten. Die Führung des Museums würde von Reinhold Messner
bestritten. Die Union für Südtirol wird darauf bestehen, dass bei der Gestaltung
des Museums die Bevölkerung ein Mitspracherecht bekommt. Es gilt nämlich zu
verhindern, dass das Schloss für die Einheimischen zum Fremdkörper wird und dass das Schloss – wie von Messner im Gemeinderat bereits angekündigt – einen neuen Namen erhält.
Projekt Ried: Die Kronplatz Seilbahn AG plant eine neue Aufstiegsanlage und
Skipiste über den noch unberührten Waldhang Walchhorn – Ried.
Die Union für Südtirol lehnt dieses Projekt aus folgenden Gründen entschieden
ab: Wir würden ein unberührtes Waldgebiet zerstören und so unserem
Fremdenverkehrsland eine weitere Grundlage entziehen. Wir würden für die
zusätzlichen Stellen wieder verstärkt Einwanderer aus Nicht-EU-Staaten
beschäftigen müssen. Für kleinere Skigebiete wie Gitschberg und Jochtal wäre
eine weitere Konkurrenz der finanzielle Ruin. Trotz eines neuen Zugbahnhofes in
Percha würde die neue Skipiste weiteren Straßenverkehr anlocken. Dass der
Klimawandel in Zukunft Pisten unter 1800 m nur mehr mit Beschneiung betrieben
werden kann, wird einen unverantwortlichen Wasser- und Stromverbrauch
verursachen.
Verkehrs- und Mobilitätskonzept: Demnächst soll ein neues Konzept für den
Brunecker Verkehr verabschiedet werden. Die Union für Südtirol wird sich dafür
einsetzen, dass dieses endlich eine feste Grundlage für die weitere Entwicklung
bildet und nicht nur auf weitere Studien verwiesen wird. Vor allem muss die
Zufahrt aus Ost und West nach Bruneck endlich verbessert werden.
Militärareale: Die Union für Südtirol hat verschiedentlich schon verlangt, dass
auch die Kaserne Federico Enrico in der Lorenzner Straße der Gemeinde
zurückgegeben wird. Dies hat die Gemeinde offensichtlich mit zu wenig Nachdruck betrieben. Das Ergebnis: Die Landesverwaltung hat sich sogar dazu verpflichtet, an Stelle des Staates die langsam verfallende Kaserne zu restrukturieren!

Gemeinderat -Dr. Eduard Stoll-
Fraktionssprecher der Union für Südtirol in Bruneck

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