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Sportstättenerhebung: Zahlen 1997 und 2008 widersprechen sich –
3.000 Sportstätten leicht übertrieben – „Bandldurchschneider“ treiben Zahlen nach
oben

Einen erheblichen und merkwürdigen Widerspruch in den heute von Landeshauptmann Luis Durnwalder präsentierten Zahlen des Sportstättenbedarfs und der Sporttreibenden zu den Zahlen die vor 10 Jahren von der Landesregierung erhoben und beschlossen wurden ortet der Landtagsabgeordnete der Union für Südtirol, Andreas Pöder. Vor 10 Jahren wurde ein Sportstättenbedarf von 1.000 Sportstätten weniger bei 35.000 Sporttreibenden mehr errechnet.
„Die Zahlen der Erhebung des Sportstättenbedarfs und der Sporttreibenden die
heute von Landeshauptmann Luis Durnwalder präsentiert wurden, widersprechen
jenen, die 1997 präsentiert wurden.1997 errechnete die Landesregierung einen
Bedarf von 2.150 Sportstätten für 180.000 aktiv Sportausübende und beschloss
diese Zahlen in der überarbeiteten Version des so genannten
Sportstättenleitplans 1997. 2008 werden nun die Zahlen der Erhebung 2006
präsentiert, und heute spricht man von einem Bedarf von über 3.000 Sportstätten
bei nur mehr 147.000 Sportlern.
Pöder bezeichnet es als nicht nachvollziehbar, warum die Landesregierung im Jahr
2007 fast 1.000 Sportstätten mehr für fast 35.000 Sporttreibende weniger bauen
will. Möglicherweise wurden andere Erhebungs- und Bedarfskritierien angewandt.
Allerdings sind die Unterschiede schon gewaltig.
„Es ist absolut positiv, wenn so viele Menschen wie möglich Sport betreiben. Und
es ist richtig, dafür die Sportstätten zur Verfügung zu stellen. Aber die Zahl
der Sportstätten muss sich am Bedarf und an der Entwicklung der Bevölkerung
sowie der Sportarten orientieren und nicht an Wahljahren oder den Zahlendrehern
bandldurschneidender Politiker“, bemängelt Pöder.
„Das muss aber einer erst einmal erklären, warum man 10 Jahre nach der letzten
Erhebung plötzlich auf 35.000 weniger Sporttreibende und dafür allerdings auf
einen Mehrbedarf an 1.000 Sportstätten kommt. Bereits 1996 wurde kritisiert,
dass man Sporttreibende mehrmals gezählt wurden, nachdem viele Bürger in
mehreren Sportvereinen und zusätzlich in Freizeitvereinen sowie dem Alpenverein
Mitglieder und aktiv tätig sind. Die Zahl der Sportstätten wurde damals schon
als unausgewogen eingestuft.“

Zahlen 1997
Aus dem Südtiroler
Sportstätten
Entwicklungsplan
überarbeitet aufgrund der Sitzung der Landesregierung vom 14.07.1997
520 Sportvereine mit 115.000 Mitgliedern
• Organisationgrad (Verhältnis - Bevölkerung/Sportvereinsmitglieder) 27%
Vergleichszahl auf Staatsebene 15%
• 15.000 ehrenamtliche Sportfunktionäre
50.000 geschätzte vereinsgebundene Freizeit- und Gesundheitssportler

!Total 180.000 aktiv Sportausübende; 42% der Bevölkerung!

(• 35.000 Mitglieder der alpinen Vereine A.V.S. und C.A.I.
• 215.000 = Summe aller bewegungsaktiven Personen in Südtirol, 50% der
Bevölkerung)

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