Kurt Seidner, Gemeinderat der Union: die Geldmittel von € 700.000, die ursprünglich für die vorgesehene Lärmschutzwand in diesem Bereich bestimmt war, wurde unserer Gemeinde nur in mündlicher Form zugesagt. Es gibt bis jetzt nicht einmal einen entsprechenden Beschluss der Landesregierung. Um aber wirklich die absolut beste Lösung für die Gossensasser Bevölkerung zu finden werden diese € 700.000 sowieso nicht ausreichen. Er wirft der Landesregierung vor, die Gemeinde Brenner mit dieser Problematik alleine zu lassen. Der Schienenverkehr nimmt immer mehr zu. Aufgrund des alten Rollmaterials, der Betonschwellen und auch überhöhter Geschwindigkeit hat der Lärm Ausmaße angenommen, die den Betroffenen nicht länger zugemutet werden kann. Es muss umgehend gehandelt werden, so Seidner weiter.
Was die Umfahrungstrasse von Gossensass betrifft so Seidner, wurde uns vom zuständigen Amt mitgeteilt, dass derzeit keine finanzielle Verfügbarkeit gegeben ist, um mit der Erarbeitung des Ausführungsprojektes fortfahren zu können. Weiters wird mitgeteilt, dass es sich bei der Umfahrung Gossensass nicht um ein Bauvorhaben von äußerster Wichtigkeit handelt und es sich deshalb als schwierig erweist, die dafür notwendige Finanzierung in den nächsten drei Jahren bereitstellen zu können.
Es ist schon bemerkenswert, dass es beim Lärmschutz, wo es um die Gesundheit der Betroffenen oder bei der Umfahrungstrasse um die Sicherheit der Anwohner entlang der Hauptstrasse geht, das Land nur unzureichend oder gar kein Geld bereitstellt.
Auf der anderen Seite aber für defizitäre Prestigeprojekte, wie die „Therme Meran“ oder den „Flughafen Bozen“ das Geld keine Rolle spielt, so Seidner abschließend.